Jeder kennt und bewundert die Schönheit der Tagfalter - bunt und schillernd sind sie. Vielen dieser Falter wurde die Futterkonkurrenz in der Nacht zu groß und haben deshalb ihre Lebensweise auf den Tag verlegt. Die meisten Schmetterlinge schlafen am Tag und flattern eher in der Nacht, die sogenannten Nachtfalter. Aber was wissen wir über die Nachtfalter? Es gibt nicht nur graue, unscheinbare Motten :), es gibt braune, graue, weiße und bunt schillernde Falter.
Durch ihre Lebensweise im Verborgenen entgehen sie unserer Aufmerksamkeit. 91 Prozent aller Schmetterlingsarten sind Nachtfalter und meist nachtaktiv. Manche Nachtfalter sind aber auch tagaktiv, wie etwa die Widderchen.
Doch der Artenrückgang macht auch vor den Nachtfaltern nicht halt. Es gibt weniger Nachtfalterarten, die Populationen haben dramatisch abgenommen und die Arten haben sich in den letzten drei Jahrzehnten um 50 Prozent reduziert. Dies hat zur Folge, dass auch die Singvogelarten und Fledermäuse, welche auf Falter und deren Raupen als Futterquelle angewiesen sind, zurückgeht. Neben der Intensivierung der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden, die den Lebensraum zerstören, ist die Lichtverschmutzung ein großes Problem: Sie werden von künstlichem Licht angezogen und fliegen bis zur Erschöpfung um die Lichtquelle oder verbrennen.