Mobirise

...„Ein Schmetterling voll Eleganz, 
Genannt der Ritter Schwalbenschwanz,
Ein Exemplar von erster Güte, 

Begrüßte jede Doldenblüte
Und holte hier und holte da 

Sich Nektar und Ambrosia."...
(Wilhelm Busch)

Ritterfalter

Die Ritterfalter (lat. Papilionidae) sind eine Familie der Schmetterlinge (Lepidoptera) und mit rund 550 Arten vor allem in den Tropen verbreitete Familie großer Tagschmetterlinge. Sie haben selten eine Flügelspannweite von unter 5 cm. Sie zeichnen sich durch ihre auffälligen Flügelmuster und ihre elegante Flugweise aus. Viele Ritterfalter haben geschwänzte Hinterflügel, sogenannte Schwalbenschwänze. In Deutschland fliegen gerade mal fünf, sechs Arten. Dazu gehörigen der Schwalbenschwanz, der Segelfalter, der Osterluzeifalter und drei Apollofalter. 

In Europa kommen insgesamt 14 Arten vor.

- Apollofalter und Osterluzeifalter - Parnassiinae

- Schwalbenschwänze - Papilioninae --> Segelfalter, Schwalbenschwänze

Apollofalter und Osterluzeifalter

Der Rote Apollo

Der Apollofalter (Parnassius apollo) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Der Gattungsname leitet sich vom griechischen Berg Parnass ab, der als Sitz der Musen gilt und dem Gott Apollon gewidmet ist. Er ist einer der schönsten und bekanntesten Schmetterlinge in Europa.
Er ist ein farbenprächtiger Falter. Er hat abgerundete Flügel und fliegt - gut verfolgsam - langsam flatternd. Die Grundfarbe ist weiß. Die Vorderflügel sind weiß mit schwarzen Flecken und grau angedeuteten Rändern. Auf den Hinterflügeln sind jeweils zwei große rote Flecken mit mehr oder weniger weißen Klecksen, die schwarz eingekreist sind. Die Unterseite der Vorderflügel ist ähnlich wie die Oberseite. Die Unterseite der Hinterflügel meistens 7 rote schwarz eingekreiste Flecken. Die Flügelspannweite beträgt ca. 7,5 Zentimeter. Der Apollofalter ist in Europa zu Hause. Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt in den Alpen, Skandinavien und in Asien. Er lebt überwiegend im Bergland in steinigem Gelände. Seine bevorzugte Pflanze ist die weiße und große Fetthenne und der Mauerpfeffer, an der die Raupen des Apollofalters leben. Die Nahrung des Apollofalters besteht aus den Pflanzen wie Wilder Majoran, Disteln und Flockenblumen. Der Rote Apollofalter ist in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Der Osterluzeifalter

Der Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena), auch gerne Südlicher Osterluzeifalter genannt, kommen eigentlich nicht mehr in Deutschland vor, da ausgestorben. Für gewöhnlich fliegen die Falter vom mittleren Südeuropa, Südosteuropa bis in den Süden des Urals. Es wird vermutet, dass die an diesem Fundort heimischen Falter von seinerzeit ausgesetzten Tieren abstammen. Er findet in dem Gebiet ideale Bedingungen, vor allem größere Bestände der Raupenfutterpflanze, die Gewöhnliche Osterluzei.
Viel zu früh schlüpften die Schmetterling aufgrund des ungewöhnlich warmen Wetters im März 2024. Gerade geschlüpft wurde sich auch schon gepaart und die ersten Eier abgelegt. Es bleibt zu hoffen, dass die nach ca. 8 Tagen schlüpfenden Raupen von den kalten Temperaturen und dem Schnee Anfang April verschont blieben.

Schwalbenschwänze

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