In Deutschland werden genau 90 Heuschreckenarten gezählt, welche in zwei Gruppen unterschieden werden: die Langfühlerschrecken (Ensifera) und die Kurzfühlerschrecken (Caelifera). Den meisten nur bekannt als hüpfende Insekten, können die meisten Arten durchaus fliegen. Auch innerhalb von kurzflügligen, flugunfähigen Arten gibt es manchmal Varianten, welche lange Flügel ausbilden. Man kann dies als Anpassung der Natur für die Besiedlung neuer Lebensräume sehen. Die bevorzugte Fortbewegungsart von Heuschrecken ist aber immer noch das Klettern und Springen und bei allen Arten findet man mehr oder weniger ausgeprägte Sprungbeine. An warmen Sommertagen sind sie unüberhörbar: Die Laute werden meist durch Reiben der Schenkel an den Flügeln oder durch Aneinanderreiben der Vorderflügel, Reiben der Mundwerkzeuge oder Klopfen mit den Füßen erzeugt. Da sich viele Laute im oberen Frequenzbereich oder über der Hörschwelle des Menschen bewegen, werden viele Laute schon gar nicht mehr gehört.
Zusammen mit ihren engsten Verwandten den Fangschrecken – dazu gehört auch die bekannte Gottesanbeterin – zählen die Heuschrecken zur Überordnung der Geradflügler (Orthopteroidea).