Klimaanlage, Staubsauger und Müllschlucker
Unsere Wälder bieten nahezu unerschöpfliche Welten für kleine und große Entdecker. Bäume, Pflanzen, Tiere – wer das vielfältige Miteinander im Wald selbst erlebt, begreift unmittelbar, wie alles in der Natur zusammenhängt.
Pilze bilden neben Pflanzen und Tieren ein eigenes Organismenreich. sind aber nicht nur als kulinarischer Leckerbissen oder Werkzeug für den Giftmord anzusehen. Sie spielen in der Natur eine große Rolle. Ohne sie wäre praktisch kein Leben an Land möglich. Was landläufig als Pilz oder „Schwammerl“ bezeichnet wird, ist nur der Fruchtkörper eines im Verborgenen lebenden Organismus. Der eigentliche Organismus „Pilz“ ist sehr versteckt. Er besteht aus einem feinen Geflecht aus Zellfäden, Mycel genannt, das im Boden oder anderem Substrat verborgen ist. Gräbt man vorsichtig in der Laub- oder Nadelstreu, so fallen immer wieder weiße, gelbe, grünliche oder auch dunkelbraune bis schwarze feine Fäden auf. Das ist der eigentliche Pilz
Die Speise- und Giftpilze des Waldes und der Wiese sind die sogenannten Ständerpilze. Diese Pilze werden in die drei Gruppen der Röhrlinge, der Blätter- oder Lamellenpilze und der Nichtblätterpilze eingeteilt. Unter den Röhrlingen kommen so gut wie keine ungenießbaren und keine tödlich giftigen Pilze vor. Unerfahrenen Pilzsammlern wird deshalb zunächst zu dieser leicht bestimmbaren Gruppe geraten. Zu den Röhrlingen gehört zum Beispiel der Steinpilz. Bei den Blätter- und Lamellenpilzen sind Speise- und Giftpilze wesentlich schwerer auseinanderzuhalten. Bestes Beispiel ist die Ähnlichkeit zwischen dem Champignon und dem Knollenblätterpilz. Die Nichtblätterpilze lassen keine genaue Beschreibung zu. Zu ihr gehören so unterschiedliche Arten wie Pfifferlinge, Morcheln und Trüffeln, aber auch auch entweder nur jung genießbare oder komplett ungenießbare Pilze. Tödlich als einziger in dieser Gruppe ist die Frühjahrslorchel. Genau bestimmt werden können Pilze anhand ihrer Farbe, ihres Geruchs und Stiels und der Form ihres Huts, und ob sie über Lamellen oder Röhren verfügen.
Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten auf dieser Seite übernehme ich keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben :) Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt ebenfalls davor, dass gerade in Südbayern die Speisepilze noch stark mit radioaktivem Caesium belastet sind. Genannte Regionen sind vor allem der Bayerische Wald, im Donaumoos nahe Ingolstadt sowie Regionen in den Alpen rund um Mittenwald und im Berchtesgardener Land. Immerhin bietet das Umweltministerium Bayern einen kostenlosen Service zur Bestimmung der radioaktiven Werte an.
Nichtsdestotrotz...schön sind sie allemal. Das Auge isst mit.
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