Netzflügler (Neuroptera)
Die Netzflügler (Neuroptera, Syn.: Planipennia) sind eine Ordnung der Insekten. Sie werden auch Hafte genannt (Einzahl: der Haft). Von ihnen sind insgesamt etwa 5500 Arten bekannt, 292 davon aus Europa,[1] etwa 120 davon leben in Mitteleuropa und 104 in Deutschland.[2] Ihr Hauptverbreitungsgebiet sind die Tropen und Subtropen. Zu dieser Ordnung gehören auffallende und bizarre Arten wie beispielsweise die Fanghafte. Innerhalb der Netzflügler finden sich auch zwei Familien mit aufgrund ihrer Lebensweise gut bekannten Larven: die Ameisenjungfern mit den Ameisenlöwen und die Florfliegen mit den Blattlauslöwen.
Netzflügler kommen weltweit in nahezu allen Lebensräumen vor. Der Großteil von ihnen lebt an Land. Nur wenige Arten wie etwa einige Bachhafte leben am Wasser, die Larven der Schwammhafte und der Nevrorthidae entwickeln sich im Wasser. Fast alle Arten der Ordnung sind nacht- oder dämmerungsaktiv und können nur mäßig gut fliegen. Lediglich die Fadenhafte und Schmetterlingshafte sind tagaktiv, letztere sind darüber hinaus ausgezeichnete Flieger. Einige Arten lassen sich nachts durch künstliches Licht anlocken. Nahezu alle Larven ernähren sich räuberisch von kleinen Insekten, insbesondere von verschiedenen Pflanzenläusen oder Milben. Sie werden mit den Saugzangen gepackt, um ihnen Verdauungssäfte zu injizieren, die anschließend ausgesaugt werden (extraintestinale Verdauung). Die Ameisenlöwen fangen ihre Beute mittels selbstgegrabener Trichter im lockeren Sand und konnten sich dadurch die ökologische Nische von Sandlebensräumen erschließen. Die Larven der Fang- und Schwammhafte entwickeln sich als Parasiten. Die Imagines sind entweder räuberisch oder ernähren sich wie beispielsweise die Fadenhafte von Pollen oder wie viele Florfliegen von Honigtau.
Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus)
Ameisenjungfern (Myrmeleontidae)
Free AI Website Maker