„Leben ist nicht genug“, sagte der Schmetterling.
„Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.“
(Hans Christian Andersen)
In Deutschland und in den Nachbarländern gibt es eine überdurchschnittliche Vielzahl unterschiedlicher Schmetterlings- und Insekten-Lebensräume. Gründe dafür sind der Strukturreichtum und die naturnahe Dynamik der Wälder, die seit Jahrzehnten großflächig bewirtschaftet werden, aber auch in Abgeschiedenheit von großen Siedlungen und Intensiv-Landwirtschaft mit Pestizideinsatz.
Meine Hot-Spots liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz sowie Hessen. Besondere Habitate, die ich immer wieder gerne besuche bzw. noch besuchen werde: die Eifel, Rhön, das Mosel- und Taubertal, der Wiener Boden, Salzburger Land, das Altmühltal, der Steigerwald, der Kaiserstuhl und viele weitere. Ich bin immer wieder erstaunt über die Muster und Texturen, das Artenspektrum sowie über die Schönheit und Leichtigkeit dieser fabelhaften Lebewesen. Es ist eine echte Leidenschaft geworden. Teilt mit mir meine Begeisterung für die Schmetterlinge, deren Faszination und die wunderbaren Erlebnisse im Reich der Natur, die hinter jedem Foto stecken.
Das letzte Jahr 2023
In 2023 war alles anders - der Winter zu lang, der Frühling zu kalt und zu nass, der Sommer sehr heiß und windig, der regnerische Herbst kam spät. Jeder weiß inzwischen, dass der Klimawandel und die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft die Hauptursachen für den Rückgang der Schmetterlinge sind. Dieses Jahr wurden so wenige Schmetterlinge gemeldet wie noch nie. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass unter anderem extremes Wetter aufgrund von Klimaveränderungen bzw. -verschiebungen der Grund ist. Schmetterlinge fliegen nicht bei heftigem Wind und immerwährendem Regen. Nahrungspflanzen bekommen kein für das Wachstum erforderliche Wasser und verdorren oder sie keimen gar nicht erst aus. Für die Schmetterlingsraupen ein sehr großes Problem, wenn Futterpflanzen nicht vorhanden sind. Sie sterben vor Hunger. Das nasse und kalten Frühjahr hat zum Beispiel auch dazu geführt, dass Puppen der Kälte und Feuchtigkeit zum Opfer gefallen sind. Die Apollofalterpopulation konnte sich zum Beispiel aufgrund eines Pilzbefalls durch Feuchtigkeit nicht wie erwartet entwickeln.
Es gibt viele Faktoren, die das Überleben von Schmetterlingen beeinflussen. Es gibt auch einige Arten, die sich an die veränderten Bedingungen anpassen und neue Lebensräume erschließen können. Einige Schmetterlingsarten ziehen sich aufgrund des Klimawandels in höhere Gebirgszonen zurück. Andere Arten profitieren von der Klimaerwärmung und breiten sich aus. Es gibt auch einige Arten, die sich an die veränderten Bedingungen anpassen und neue Lebensräume erschließen können. Die genauen Auswirkungen des Klimawandels auf die Schmetterlingspopulationen sind jedoch noch nicht vollständig verstanden und werden weiterhin erforscht.
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