Die Silberdistel
Fast in Vergessenheit geraten ist die Nutzung der Silberdistel als Heilpflanze. Früher nutzte man vor allem ihre Pfahlwurzel gegen einige Krankheiten bei Mensch und Tier sowie in der Magie. Die Silberdistel (Carlina acaulis) wird auch „Eberwurz“ genannt, da sie früher gegen Schweinekrankheiten eingesetzt wurde. Ebenso wurde die Silberdistel im Mittelalter als kraftbringende Pflanze beschrieben. So war der Glaube, dass die Pflanze die Kraft der Mitmenschen entziehe und auf einen selbst übertragen wird, wenn man sie bei sich trägt.
Ihre Inhaltsstoffe, zu denen ätherische Öle und Harze, Bitterstoffe, Carlinaoxid, Enzyme, Flavonoide, Gerbstoffe und Inulin zählen, gelten als abführend, antibiotisch, harntreibend, krampflösend und schweißtreibend. Präparate, die Extrakte der Silberdistelwurzel enthalten, werden als Abführmittel, bei Erkältungen oder Hautkrankheiten eingesetzt. Von eigenen Zubereitungen sollte man jedoch absehen, da das in den Wurzeln enthaltene Carlinaoxid giftig ist.
Die Silberdistel gilt als geschützte Art. Bedroht ist das Fortbestehen der Pflanze durch den Rückgang der bewirtschafteten Weideflächen und das Verschwinden der Kalkmagerwiesen, da ihnen so der natürliche Lebensraum fehlt.











