Sonnenschein und Blütenduft, das ist ein Vergnügen!
Wenn in blauer Maienluft hoch die Lerchen fliegen.
Wenn des Baches Wellen sich durch die Blumen schmiegen,
und die Schmetterlinge sich auf den Halmen wiegen.
Ach, wie ist es da so schön, tief im Gras zu liegen
und zum Himmel aufzusehn! Das ist ein Vergnügen.
(Robert Reinick)
Es ist nun einmal rein zwangsläufig so, dass, wenn man auf Entdeckungsreise geht, sich auch mit den Habitaten und den dort wachsenden Pflanzen auseinandersetzt. Auf den Wegen finden sich zahllose wunderschöne Motive, an denen zumindest ich nicht vorbeigehen kann.
La Primavera - der Frühling - ist die für mich schönste Jahreszeit - sehnsüchtig warte ich, dass alles erwacht, und grünt, und blüht ... Die ersten Frühlingsboten draußen in der Natur sind die sogenannten Geophyten, die ihre Blätter meist in Gärten oder Laubwäldern frühzeitig im Jahr durch die Erde schieben und blühen.
Bereits im Februar oder März nutzen das Buschwindröschen oder das Leberblümchen die direkte Lichteinstrahlung und Wärme über dem Boden. Mit dem Austrieb der Bäume endet ihre Blütezeit.
Die Frühblüher, wie Veilchen, Scharbockskraut oder Schlüsselblume, können sich gut gegen niedrige Temperaturen oder sogar Fröste schützen. Auf die Zeit des Vorfrühlings folgt der sogenannte Erstfrühling und der Voll- bzw. Spätfrühling, der mit dem Austrieb der Apfelblüte beginnt. Die Blütenknospen öffnen sich zuerst im Südwesten und etwa zwei Wochen später im Nordosten. Entsprechend der allgemeinen Witterung variiert der Beginn der Apfelblüte von Jahr zu Jahr. Der April ist auch die Hauptblütezeit von frühjahrsblühenden Zwiebelblumen, den Tulpen und Narzissen. Kaiserkrone, Schachbrettblume und Hyazinthe blühen bis in den Mai.
Der Frühsommer fällt meist in den Juni. Es blühen Gräser, Wiesen-Fuchsschwanz, Schwarzer Holunder, Weißdorn, Wald-Geißbart, Türkischer Mohn, Pfingstrosen, Wildrosen, Hunds-Rosen, Wald-Geißbart, Edelkastanie und Robinie. Die ersten Erdbeeren und Süßkirschen werden reif. Außerdem blühen zahlreiche Wiesenblumen und Gräser, d. h. für viele Allergiker beginnt die Heuschnupfen-Saison. :) Der Beginn des Hochsommers wird durch die Blüte der Sommer-Linde angezeigt. Außer der Wegwarte blühen Lavendel, Liguster, Hortensien und Kartoffel, in den Gärten reifen dann schon die leckeren Johannisbeeren. Im Spätsommer reifen bereits zahlreiche Früchte wie Frühapfel, Felsenbirne und Frühzwetschge, Mirabellen, Pfirsiche, Holunderbeeren, sowie die Vogelbeere. Zeitgleich beginnt die Blüte bei Dahlien, Goldrute, Heidekraut und Herbst-Anemone.
Im beginnenden Frühherbst blühen die Zeitlosen, wie die Herbstzeitlose. Bei Schwarzem Holunder, Brombeere, Hundsrose (Hagebutten), Sanddorn, Weißdorn, Kornelkirsche, Aronia und Haselnuss setzt die Fruchtreife ein. Auch Obst wie Zwetschgen, Äpfel und Birnen reifen im Frühherbst voll aus. Die Blüte der Astern und die beginnende Färbung der Laubbäume zeigen den Beginn des Vollherbstes an, unter anderem Rosskastanie, Rotbuche, Eiche, Esche und Wilder Wein. Bei den Obstbäumen fallen bereits die Blätter. Erst jetzt reifen späte Apfelsorten, Quitte, Walnuss und Buchecker sowie die Früchte von Stieleiche und Rosskastanie. Der beginnende Laubfall im Spätherbst von Wildbäumen signalisiert den Beginn des Spätherbstes. Die Früchte von Wintersträuchern wie Schlehdorn, Berberitzen und Hagebutte sind erst nach dem ersten Frost voll ausgereift.
Im Winter - die Zeit der Vegetationsruhe - blühen Christrose, Winterjasmin und Zaubernuss. Mit der Blüte der Haselnuss schließt sich der Kreis und der Vorfrühling beginnt wieder.
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